Holger Schmidt-

anspruchsvolle

Fotografie


seit der Neugestaltung der Homepage am 25.11.06

Statement - Archivierung

Archivierung digitaler Daten

ist seit der Umstellung von der konventionellen auf die digitale Fotografie ein Thema, das Viele beschäftigt, insbesondere nach dem Bekanntwerden der ersten Probleme mit digitalen Datenspeichern.

Konventionelles “analoges Bildmaterial

Die Zuverlässigkeit des traditionellen Familienalbums ist erwiesen. Für Dias, Negative und Abzüge existieren spezielle Archivsysteme. Mitunter stehen im Hausgebrauch nur Schuhkartons zur Verfügung. Der Feind klassischen Bildmaterials ist der Schimmel bzw. Angriff von Bakterienkulturen, was besonders durch Feuchtigkeit begünstigt wird. Licht und Wärme schädigen insbesondere Farben. Der “Datenverlust” tritt schleichend ein.

Digitales Bildmaterial

Zahlreiche Digitalfotos fristen ihr Dasein trostlos und unbeachtet auf irgendwelchen Datenträgern. Auftretende Schäden daran werden oft sehr spät bemerkt.

Mit der Zuverlässigkeit digitaler Medien beginnt mancher sich erst nach dem ersten (hoffentlich nicht so schlimmen) Datenverlust. zu beschäftigen. Beschädigung des Datenträgers führen zum vollständigen Verlust des Bildmaterials.

ausbelichtete Bilder

sind den von klassischen Filmmaterielien erzeugten Abzügen gleichwertig. Größte Gefahr für die Bilder stellen direkte Sonneneinstrahlung, die zum Ausbleichen der Farben  und Feuchtigkeitseinwirkung, die die Fotoschicht zerstört dar. Änliches gilt sinngemäß für Fotodrucke.

Bilddaten auf Festplatte

sind dort erst einmal relativ sicher aufgehoben. Sie blockieren jedoch unter Umständen die auch für andere Zwecke erforderliche Festplatte. Man kann relativ schnell auf eine große Anzahl von Bildern zugreifen. Bei einem gar nicht so unwahrscheinlichen Defekt der Festplatte muß mit einem Totalverlust aller darauf gespeicherten Bilddateien gerechnet werden. Aufgrund des immer weiter sinkenden Preises je Megabyte bei Festplatten. sollte über die Lagerung von Daten auf zusätzlichen Festplatten nachgedacht werden.

Bilddaten auf optischen Datenträgern (CD oder DVD)

entlasten die Festplatte, wenn man diese von dort auslagert. Leider sind diese optischen Datenträger lange nicht so zuverlässig, wie anfänglich angenommen wurde. Die recht sensible reflektierende Schicht kann im Laufe der Zeit relativ leicht mechanisch, durch Feuchtigkeit oder auf anderen Wegen geschädigt werden. Die Bilddaten werden dann nicht mehr erkannt. Eine unheilvolle Rolle kann bei der Zerstörung dieser Schicht die Beschriftung spielen. Begünstigend können auch die besonders preiswerten Datenräger aus dem Sonderangebot wirken. Regelmäßiges Umkopieren auf neue Medien verringert die Risiken. Nicht unterschätzt werden darf bei großen Bildbeständen der Aufwand für die Verwaltung der zahlreichen Medien. Die Medien müssen kühl, trocken und abseits von Sonnenlicht gelagert werden. Bewährt haben sich die preiswert erhältlichen Alu-Koffer mit Hängeregister-Taschen für die Aufbewahrung der Einzelmedien. Mit diesen kann eine große Anzahl von Medien platzsparend und übersichtlich aufbewahrt werden.

Externe oder Wechsel-Festplatten

ermöglichen einen zügigen Zugriff auf große Datenbestände. Die Zuverlässigkeit ist bei sachgemäßem Umgang mit den Medien recht hoch. Sie können an verschiedene Computer angeschlossen werden. Bei Datensicherungen bremst unter Umständen das Daten Interface (bei preiswerter Hardware USB 2.1) erheblich. Firewire bzw. eSATA sind deutlich schneller und entlasten den PC beim Zugriff. USB 3.0 dürfte kein Hindernis mehr darstellen. Eine weitere Alternative stellen NAS-Systeme auf die auch mehrere Rechner per Netzwerk zugreifen können dar. Alle beteiligten Netzwerk-Komponenten sollten hier über Gigabit-Ethernet arbeiten.

Externe RAID-Arrays

an und für sich eine Profilösung fassen mehrere gleiche Festplatten mittels Soft- oder Hardware scheinbar zu einem Medium zusammen. In letzter Zeit sind RAID-Lösungen auch zu Konsumer-Preisen verfügbar geworden. Es existieren verschiedene Modi:

 Mode 0 = Striping (Daten werden abwechselnd auf zwei Festplatten gespeichert, die Zugiffsgeschwindigkeit erhöht sich, die Zuverlässigkeit sinkt. Die Kapazität der beiden Platten addiert sich.)

Mode 1 = Mirroring: (Daten werden gleichzeitig auf zwei Festplatten geschrieben. Die Zuverlässigkeit erhöht sich, die Geschwindigkeit erhöht sich nicht Zur Verfügung steht nur die einfache Kapazität.)

Mode 5 = Daten werden nach einem komplizierten Algorithmus auf mehrere Platten verteilt. Die Fehlersicherheit und die Geschwindigkeit steigen, die Kapazität ist höher als bei Mode 1

Durch Raid-Systeme erhöhte Datensicherheit betrifft nur die Zuverlässigkeit der Festplatten. Als zusätzliches Risiko kommt der Ausfall des RAID-Controllers bzw. des entsprechenden Software-Moduls hinzu. Durch Software- (Viren,...) oder Bedienerfehler (unbeabsichtigtes Löschen von Daten) bzw. Diebstahl der Datenträger oder Brand entstandene Datenverluste können nicht verhindert werden. RAID-Systeme machen eine Sicherung nicht überflüssig. Beachtet werden muß auch hier das Interface zum RAID-Array als die Geschwindigkeit limitierender Faktor (günstig auch hier eSATA). Günstige RAID’s schöpfen aufgrund schwacher Hardware das Potential der Festplatten bei Weitem nicht aus.

Datensicherungen,

das heißt das zusätzliches Speichern der Dateien auf einem weiteren, dem Sicherungsmedium, erhöhen die Datensicherheit erheblich. Sinnvollerweise kommen dabei verschiedene Sicherungsmedien zum Einsatz. Eine weitere Erhöhung der Datensicherheit kommt zustande, wenn die Sicherung an einem anderen Ort als das Original gelagert wird. Besonders für wertvolle Bildbestände sind Datentensicherungen unverzichtbar. Nach der eigentlichen Datensicherung sollte von der jeweils verwendeten Software verglichen werden, ob die Daten fehlerfrei auf dem Sicherungsdatenträger angekommen sind.

Meine persönliche Lösung:

die letzten Fotosessions befinden sich auf der Daten-Festplatte meines PC’s. Wichtige Fotosessions brenne ich auf CD oder DVD. Diese lagere ich in einem Alu-Koffer mit Hängeregister-Taschen.

Zusätzlich befinden sich weitere Festplatten für das Daten-Archiv in meinem PC. Wird die normale Daten-Festplatte zu voll, verschiebe ich die Ordner mit den Daten der Foto-Sessions auf die Archiv-Platte. Nach einiger Zeit dünne ich die Daten aus, nur die Dateien der wirklich gelungenen  Bilder werden aufgehoben.

Von den in meinem PC eingebauten Festplatten mache ich regelmäßig Sicherungen auf eine externe Festplatte an meinem Arbeitsplatz, sowie auf eine, die nicht bei mir zuhause lagert.

[Home] [Fotografie als Hobby] [Ausrüstung] [Statements] [Menschen] [Galerien] [Links] [Gästebuch] [Impressum]